Kein Wunder, ist ja auch von Apple.
Es folgt der geringfügig sachlichere Teil:
Nachdem ich einen Epson Stylus Color 3000 bekommen habe, wollte ich ihn unter Linux verwenden, nachdem er sich als Staubfänger schon einige Monate exzellent geschlagen hat. Allerdings besitzt er eine Centronics-Schnittstelle, mein nachsintflutlicher Rechner allerdings nicht. Folglich wird das Gerät über einen USB-Parallel-Adapter betrieben und dort vermute ich auch den Grund für so einiges.
Es fing ja so gut an: Einfach das Gerät anstöpseln, HAL erkennt es, CUPS-Drucker einrichten, Testseite auf A4 ausgeben…
Dann offenbarten sich allerdings bald enorme Abgründe: Man kann den Drucker mit Endlospapier (auch von der Rolle) betreiben, und so in A3-Breite Plakate drucken, zumindest in der Theorie. In der Praxis ist es nicht möglich das Papier in den Drucker zu fädeln ohne es so zu zerknicken, dass es noch eingezogen wird. Wird es irgendwann doch eingezogen, glaubt das Gerät einem Papierstau aufgesessen zu sein, in der Anleitung steht, man solle den Stau beheben
und dann Pause
drücken. Tut man dies, schaltet man den Drucker allerdings scheinbar in eine Art RAW-Modus
, in dem er einfach jeden ASCII-Character ausdruckt, der über die Schnittstelle kommt. Und das sind, wenn man versucht ein recht detailliertes PDF zu drucken einigermaßen viele, was nicht so schlimm wäre, wenn das Gerät nicht so freundlich wäre, während der Arbeit den Ausknopf zu ignorieren (who would possibly want to switch it off while it’s working?!
).
Hat man schließlich nach mehrmaligem Crash & Burn und harten Resets durch Steckerziehen eine Situation hergestellt, in der das Papier erkannt und gerade eingezogen wird (denn der Epson hat kein Problem damit, literweise teure Farbe im Gehäuse zu verspritzen, nachdem er zuvor das Papier aus versehen falschrum eingezogen
hat und es verknittert hinten herausschoss), kommt die Software-Hölle zum Einsatz:
- Evince,
- der PDF-Viewer, bietet keine Möglichkeit, ein Dokument beim Druck in der Größe zu ändern, es ist sogar freundlich genug, das A2-PDF auf A4 zu schrumpfen.
- Acrobat Reader
- verwendet nicht den Standard-Druckerdialog, sondern lässt lediglich die Papiergröße wählen (immerhin) und die an
lprübergebenen Optionen einstellen. Nachdem man sich auch Adobes Bevormundung zur Wehr gesetzt hat und theoretisch nicht mehr A4 sondern das gewünschte A2 (Hochformat) ausgegeben werden sollte, crasht der Drucker ersteinmal, indem er das Dokument zwar A2-lang, allerdings A4-breit ausdruckt. Nach einem Abbruch druckt er auch den schon erwähnten ASCII-Salat ebenso verzerrt, erst nach einem weiteren Hartreset beruhigt er sich wieder. - GIMP
- muss das PDF natürlich in ein Pixelbild umwandeln, wenn es allerdings 8000px breit ist, tut der Drucker nichts, skaliert man es auf 2000px, ist es plötzlich in Graustufen. Und natürlich A4. Auch interessant, dass man ernsthaft das Pixelbild in GIMP drehen muss, um es verdreht im Drucker ausgeben zu können.
- Inkscape
- kann ja neuerdings auch PDF lesen (funktioniert bislang perfekt, um mal etwas positives zu erwähnen), nur erklärt es, den Druckvorgang nach zu vielen Fehlversuchen abgebrochen zu haben. Genauere Prüfung zeigt, dass die Maximalanzahl der Versuche scheinbar bei 0 liegt, zumindest gab es keinen einzigen.
- cupsdoprint,
- ein Kommandozeilentool aus KDE, das grundlos installiert war, schließlich schafft die unmöglich geglaubte Aufgabe schließlich: es druckt das Dokument in A2, sogar richtigherum, unverzerrt, in der eingestellten Qualität. Darüber bin ich mittlerweile derart froh, dass ich darüber hinwegsehe, dass es danach die restlichen 20m Papier von der Rolle komplett ausspucken wollte (der Drucker war mal wieder mit blinder Zerstörung zu beschäftigt um den Ausknopf zu erhören, mittlerweile sitzt der Stromstecker schon lockerer). Und dass der Cyan-Anteil einfach gar nicht gedruckt wurde, obwohl die Patrone brandneu ist und keine Stelle irgendein Problem gemeldet hätte, dieses ist wohl das kleinste Problem und außerdem bin ich viel zu glücklich überhaupt irgendein Ergebnis bekommen zu haben (und zu müde) um mich darüber jetzt noch aufzuregen.
Fazit: Arrrrrr.
Die Realitätsumdefinierer von linuxprinting.org behaupten er würde perfect
funktionieren. Ja, natürlich. Die Testseite kam wunderbar raus, offensichtlich liegt das Problem weniger an CUPS selbst, als an den dämlichen Programmen die auf A4 festgefahren sind, bzw. an der Druckerdefinitionsdatei, die das flexible Papierformat nicht ausreichend abbildet… Aber ich bin zu faul die Überschrift zu ändern und Apple hat es auf jeden Fall verdient, etc.





















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